2. Inklusiver Württemberg-Cup in Stuttgart

Spielszene aus der Vorrunde

Heute geht es um ein Torball-Turnier der besonderen Art, über das ich euch berichten darf: nämlich um den 2. inklusiven Württemberg-Cup, der am vergangenen Samstag, dem 05. Mai, wieder mit großem Erfolg in Stuttgart ausgerichtet wurde. Was das Turnier so besonders macht? Nun, bei diesem Event durften sich alle Interessierten, Freunde, Familie und Bekannte zusammen mit den aktiven Torballsportlern des SV-Hoffeld zu Mannschaften zusammenschließen, um die Sportart Torball einmal hautnah kennenlernen und als Spieler selbst Hand anzulegen. Von den insgesamt sieben gemeldeten Mannschaften, gingen ganze fünf zusammen mit Neulingen/Sehlingen an den Start, sehr zu unserer Freude. Ihr seht, Inklusion funktioniert auch auf diese Art und das sogar sehr gut! Auch wir vom Medienteam Torball, die hinter den Kulissen dieser Internetseite stecken, waren als Mannschaft mit dabei, denn wir betreiben diesen Sport ja auch schon seit einiger Zeit, sodass dieser Artikel im wahrsten Sinne des Wortes mit vollem Körpereinsatz für euch entsteht, so zu sagen „frisch vom Feld“.

2. Inklusiver Württttemberg-Cup

Spielszene: Die Mannschaft im Vordergrund (Die Biber) in der Abwehr gegen einen Wurf der „Blinden Füchse“

Um 9:30 Uhr versammelten sich alle Mannschaften in der Sporthalle der Sommerrainschule in Stuttgart Bad-Cannstatt. Doch nicht nur Teilnehmer waren anwesend, es hatten sich auch viele Zuschauer eingefunden, unter Ihnen auch der Vereinsvorstand Norbert Kneissl und der Fußball-Abteilungsleiter „Schelli“ des SV-Hoffeld. Letzterer sollte im Laufe des Tages noch ordentlich ins Schwitzen kommen, aber dazu später mehr. Nach einer kurzen Begrüßung ging es dann auch endlich los: gespielt wurde je einmal 8 Minuten in einer Vorrunde „Jeder gegen jeden“ mit anschließenden Platzierungsspielen. Und damit auch alle ihr Bestes geben, wurde für das Siegerteam sogar ein ziemlich formidabler Pokal vom Sozialministerium Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt. Wir (das Medienteam) waren auch gleich mit dem ersten Spiel gegen die Gallier an der Reihe, welches mit einem Unentschieden endete. Anschließend legten die Partien Biber vs. Atemlos und Mondlicht vs. Blinde Füchse mit 3:0 und 3:5 nach. Das zweite Spiel unseres Medienteams gegen die Sterne des Südens konnten wir mit 0:4 für uns entscheiden. Insgesamt wurden 21 Spiele in der Vorrunde ausgetragen, die Ergebnisse findet ihr hier. Wir vom Medienteam schafften es die Tabelle am Ende mit fünf Siegen und einem Unentschieden anzuführen, gefolgt von den Galliern und den Bibern auf den Rängen 2 und 3. Die Blinden Füchse, Atemlos, die Sterne des Südens und Mondlicht beendeten die Vorrunde mit den Rängen 4 bis 7. Obwohl so viele Neulinge mit dabei waren, die sich zum ersten Mal mit der Dunkelbrille auf das Spielfeld wagten, wurden durchweg Spiele auf recht hohem Niveau geboten, eine wirklich herausragende Leistung von allen Neueinsteigern.

Nun war die Vorrunde beendet und es war Zeit für die Platzierungsspiele. Die besten vier Mannschaften hatten sich für das Halbfinale qualifiziert, doch zunächst kämpften Atemlos, Sterne des Südens und Mondlicht um eine gute Schlussposition auf den unteren Rängen. Die zum Teil ziemlich knappen und torreichen Partien endeten letztendlich mit einem 5. Platz für Mondlicht, die Sterne des Südens belegten Rang 6 und Atemlos machte einen guten 7. Platz. Doch der Kampf um den Pokal war nicht das einzigen Highlight des Tages, denn es standen noch zwei VIP-Spiele auf dem Programm, die zwischen den Partien der Hauptrunde ausgetragen wurden: und zwar von niemand geringerem als den anwesenden Zuschauern und Helfern, von denen manche nun auch Blut geleckt hatten und sich für ein Probespiel bereiterklärten. Zunächst spielten die Rettungssanitäter mit Verstärkung von Sylvia (der Schwester unseres Spielers Peter Scheurich) gegen die Eltern unseres Spielers Julian Aydt gemeinsam mit Torballspieler Heinz Kybart. Das zweite VIP-Spiel bestritten meine Eltern zusammen mit dem Fußball-Abteilungsleiter „Schelli“ gegen unsere Spielerin Theresa Stahl, Schiri Alexander Knechts Sohn Adrian und Petra Bauer. Auch hier können alle Teilnehmer stolz auf ihre grandiose Leistung sein, denn obwohl Torball beim Zuschauen recht einfach aussieht, braucht es viel Ausdauer und Mut, seinen Sehsinn einmal abzugeben und sich beim Spiel nur auf sein Gehör zu verlassen.

Szene aus einem der VIP-Spiele

Szene aus einem der VIP-Spiele. Auch unsere Neulinge/Sehlinge konnten erste Erfahrungen sammeln

Für die ersten Vier in der Tabelle war das jedoch kein großes Hindernis. Beim ersten der beiden Halbfinalspiele trafen zunächst wir vom Medienteam auf die Blinden Füchse, und konnten die Begegnung deutlich mit einem 4:2 für uns entscheiden. Somit war ein Platz im Finale sicher, während sich die Füchse mit dem 4. Platz zufriedengeben mussten. Deutlich knapper ging es jedoch beim Duell der Gallier gegen die Biber zur Sache: hier herrschte eine hart umkämpfte Torjagt, sodass es nach Ende der Spielzeit 3:3 Unentschieden stand. Erst nach einer Verlängerung gelang den Galliern mit dem 4:3 der Sieg und unsere Gegner für das Endspiel standen fest, während die Biber nun den 3. Platz in der Endwertung belegten. So war nun die erste Paarung des Tages auch gleichzeitig die letzte, nur Unentschieden konnte es diesmal nicht ausgehen. Auch diese Begegnung verlief knapp: unseren anfänglichen Rückstand konnten wir zunächst aufholen, doch auch die Gallier ließen nicht locker, sodass es bis kurz vor Schluss 5:5 stand. Durch ein unglückliches Gegentor in der letzten Minute konnten die Gallier sich aber doch durchsetzen und gewannen das Finale mit einem verdienten 6:5. Tja, beim nächsten mal müssen wir wohl etwas mehr Zaubertrank einpacken, um dem kleinen Dorf in der Betragne die Stirn zu bieten 😉

So ging wieder ein gelungenes Turnier zu Ende und die Spieler, Helfer und Zuschauer nutzten das herrliche Wetter um den Tag noch gemütlich ausklingen zu lassen. Wir vom SV-Hoffeld haben uns über die rege Teilnahme sehr gefreut und hoffen, dass nächste Jahr wieder so viele Interessierte vorbeischauen und mitmachen.

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